Emmert-Plastik – eingewachsener Zehennagel

EMMERT-PLASTIK 

Die Emmert-Plastik ist ein chirurgisches Standardverfahren zur Behandlung eines eingewachsenen Zehennagels (Unguis incarnatus). Dabei wird der seitliche Nagelanteil mitsamt Teilen der Nagelmatrix keilförmig entfernt, um ein erneutes Einwachsen zu verhindern. Das Verfahren gilt als bewährte und schonende Methode. 
 

WICHTIGE FAKTEN 

Synonyme: Nagelkeilexzision, Nagelmatrixteilresektion Anästhesie: Lokalanästhesie (Oberst-Leitungsanästhesie) Komplikationen: Infektion, Blutung, Rezidiv 
 

OPERATIVES VORGEHEN 

Bei der Emmert-Plastik wird unter lokaler Betäubung ein längs verlaufender Schnitt am seitlichen Nagelrand gesetzt. Der betroffene Nagelteil, die angrenzende Nagelmatrix und Anteile des Nagelbetts werden entfernt. Anschließend erfolgt entweder eine offene Wundheilung mit sterilem Verband oder eine Naht zur Adaptation des verbleibenden Nagels an den Nagelwall. Ziel ist die dauerhafte Beseitigung des pathologischen Nagelanteils und die Entlastung der entzündeten Weichteile. 
 

NACHSORGE UND HEILUNG 

Postoperativ sind regelmäßige Verbandswechsel und Wundkontrollen erforderlich. In den ersten Tagen können Schmerzen und Schwellungen auftreten; Schmerzmittel oder Antibiotikaprophylaxe kommen situativ zum Einsatz.